Schwerpunkt
Coaching nach oder bei vermuteter sexueller Gewalt
Einen sicheren Raum finden. Schrittweise Stabilität aufbauen und zur eigenen Selbstständigkeit finden. Belastende Erfahrungen verarbeiten.
Sexuelle Gewalt ist eine der einschneidendsten Erfahrungen, die ein Mensch machen kann. Oftmals sind Betroffene mit dieser Erfahrung allein gelassen. Anstatt dass Sie ernst genommen werden in Ihrer Wahrnehmung und dem was sie erlebt haben, wird Ihnen diese häufig abgesprochen oder selbst die Schuld dafür zugeschoben. So hinterlässt nicht nur die Erfahrung an sich, sondern auch die Reaktion des Umfelds darauf oftmals tiefe Spuren – im Körper, in der Wahrnehmung, in Beziehungen und im Selbstbild. Sie sind eine menschliche Reaktion auf Gewalt und Unmenschlichkeit.
Vielleicht haben Sie selbst etwas erlebt, das Sie noch immer beschäftigt oder auch im Alltag belastet – ob vor Kurzem oder vor langer Zeit. Vielleicht haben Sie das Gefühl, nicht mehr ganz Sie selbst zu sein oder dies noch nie gewesen zu sein. Vielleicht fällt es Ihnen schwer, Ihrem eigenen Körper zu vertrauen oder sich in Beziehungen sicher zu fühlen. Vielleicht tragen Sie etwas mit sich, das Sie noch niemandem erzählt haben. Erfahrungen wie diese können das erklären und in einen Kontext setzen. Die Verarbeitung dieser Erfahrungen ermöglicht es, diese in ihr Leben zu integrieren und sich wieder mit Ihrer Geschichte und dem wer Sie wirklich sind zu verbinden.
Das Coaching bietet Ihnen einen Ort, an dem Sie gehört und ernst genommen werden. Einen Raum, in dem Sie selbst bestimmen, was Sie ansprechen wollen und was nicht. Ein Raum in dem Sie selbst entscheiden, wie weit Sie sich jemandem nähern wollen und wie weit Sie auf der Reise zu sich selbst gehen wollen.
Empfehlenswerte Bücher für dieses Thema sind beispielsweise: "Die Narben der Gewalt" von Judith Herman und "Das-Innere-Kinder-Retten von Gabriele Kahn"
Einen sicheren Raum finden. Stabilität aufbauen. Erfahrungen verarbeiten.
Ein Aspekt der Erfahrung von sexueller Gewalt ist die Zerstörung des sicheren Raums und dessen Erfahrung. Das Coaching nach sexueller Gewalt begleitet Sie in dem Prozess einen sicheren Raum für sich zu schaffen. Da dieser Raum innerlich wie auch äußerlich ist, braucht es manchmal etwas Zeit bis er letztlich auf beiden Ebenen da ist. Von diesem Punkt aus wird es möglich, die Stabilität zu erlangen, um die Erfahrungen zu verarbeiten, die innerlich in Ihnen nachwirken.
Indem Sie auf Ihr Gespür achten, was Ihnen gut tut und was Sie wollen, erkennen Sie was der nächste Schritt für Sie ist und wann Sie diesen gehen wollen.
Das Coaching kann helfen bei:
- Dem Aufbau von innerer und äußerer Stabilität und Sicherheit
- Der Wiederverbindung mit dem eigenen Körper und den eigenen Empfindungen
- Der Stärkung des Selbstvertrauens und des Selbstwertgefühls
- Dem Erkennen und Verändern von belastenden und wiederkehrenden Mustern und Überzeugungen
- Der Entwicklung neuer Handlungsmöglichkeiten im Alltag
- Dem Finden von Orientierung und einem neuen Blick auf die eigene Geschichte
Sanft. Von Mensch zu Mensch. Schritt für Schritt.
Das Coaching arbeitet mit Bildern, Symbolen und inneren Ressourcen. Diese Methode ermöglicht es, Themen zu erkunden, ohne sie direkt benennen zu müssen. Bilder sprechen eine Sprache, die tiefer geht als Worte und die gleichzeitig schützend ist.
Das Coaching begegnet Ihnen dort, wo Sie gerade sind.
Jede Sitzung folgt Ihrem Rhythmus.
Was viele Betroffene erleben
Wenn Sie sich in einem oder mehreren dieser Punkte wiedererkennen, hat das einen berechtigten und ernst zu nehmenden Hintergrund. Diese Punkte können Hilferufe Ihres Inneren sein sich Ihnen anzunehmen. Es gibt Wege, zu Stabilität, Verbindung und Lebensfreude bei denen ich Ihnen Begleiter sein kann.
Schwierigkeiten, dem eigenen Körper zu vertrauen oder sich darin wohlzufühlen. - Gerade bei sexueller Gewalt werden die eigenen Empfindungen gewaltsam und ohne Beachtung der - oft innerlich - schreienden Not übergangen. Das daraus entstehende Misstrauen sich selbst und den eigenen Empfindungen des Körpers gegenüber sind natürliche Reaktionen einer brutalen gewaltvollen Erfahrung. Dies in Vertrauen in und ein Feingefühl für den eigenen Körper umzuwandeln ist Teil des Coachings.
Gefühl der Taubheit, Leere oder Distanz zum eigenen Erleben - Gerade bei traumatischen Erlebnissen kann es sein, dass ein Teil der Seele, eigene Körperempfindung oder das eigene Erleben den Körper "verlässt" bzw. davon abgespalten wird. Gerade bei immens schmerzvollen Erfahrungen ist dies ein Schutzmechanismus, um nicht mehr diesen Schmerz spüren zu müssen. Da jedoch dabei alle lebendigen Gefühle abgespalten werden, kann es sein, dass einem auch Lebensfreude und Glücksgefühl abhanden kommen. Diese Teile wieder in sich zu integrieren ist Teil des Coachings.
Schwierigkeiten in Beziehungen hinsichtlich Vertrauen, Nähe, Grenzen setzen - Gerade die Erfahrung von sexueller Gewalt stellt einen heftigen Betrug dar, der mit Vertrauensbruch einhergeht. Die gewaltvoll durchbrochenen Grenzen erzeugen eine Nähe die viel zu nah ist und ein Gefühl von Ohnmacht hinsichtlich der eigenen Grenzen erzeugt. Grenzen zu setzen, Vertrauen zu lernen und Nähe unter Beachtung der eigenen Grenzen zuzulassen ist Teil des Coachings.
Anhaltende Erschöpfung, Schlafprobleme oder körperliche Beschwerden - sexuelle Gewalt findet oftmals Nachts statt. Die damit einhergehende Zerstörung des sicheren Raumes, in dem man schläft kann zu Schlafproblemen führen. Zudem kommt der immense Energieaufwand um traumatische Erlebnisse durch Abspaltung aus dem Bewusstsein zu halten. Dies kann zu Erschöpfung führen. Einen sicheren Raum zu schaffen und durch Integration die energieaufwändige Abspaltung der Erlebnisse zu erübrigen ist Teil des Coachings.
Geringes Selbstwertgefühl oder das Gefühl, schuld zu sein - Wie das Leben ist auch jeder Mensch achtenswert und heilig. Aus diesem Grund sollte dieser wertschätzend und grenzwahrend behandelt werden. Die Anwendung von sexueller Gewalt ist die Gegenerfahrung dessen. Dabei wird ein Mensch zutiefst missbraucht, durch Machtausübung unterworfen und wertlos behandelt. Da diese Erfahrung für einen Menschen unglaublich überwältigend ist, ist es Teil seines Schutzes, dass er sich zunächst damit identifiziert. Durch die Verarbeitung dieser Erfahrung wird der goldwerte Kern des Menschen wieder sichtbar, der hinter Schatten und Dunkelheit verborgen lag und die Identifikation kann dem eigenen lebendigen Kern weichen. Diesen zum Vorschein zu bringen ist Teil des Coachings. Der Aspekt der Schuld rührt oftmals daher, dass Menschen nicht nur schlimmes angetan wird, sondern ihnen auch noch die Schuld für die Gewalt die ihnen angetan wird gegeben wird. Die Schuld trägt hierbei jedoch der Gewaltausübende. Diese Verdrehung der Tatsachen, führt oftmals zu einer verdrehten Schuldwahrnehmung. Klarheit zu finden hinsichtlich dieser Thematik ist Teil des Coachings.
Das Gefühl, nicht mehr ganz man selbst zu sein oder sich fremd zu fühlen - Durch ein solch einschneidendes Erlebnis kann Entfremdung des Eigenen ein Schutz auf die Heftigkeit der Gefühle sein, die in einem schlummern.
Schwierigkeiten, über das Erlebte zu sprechen oder es einzuordnen - Anstatt gehört zu werden und ernst genommen zu werden in dem eigenen Erleben, sowie dass einem geglaubt wird, kann es sein, dass einem ganz im Gegenteil die eigene Wahrnehmung abgesprochen wird oder diese ignoriert wird. Daraus resultierende Schwierigkeiten darüber zu sprechen oder diese Erfahrung einzuordnen sind verständlich. Das Coaching kann eine Gegenerfahrung bilden, in der man gehört und ernst genommen wird.
Angst, Hypervigilanz (erhöhte Wachsamkeit) oder das ständige Gefühl, auf der Hut sein zu müssen - Das zerstörte Sicherheitsgefühl bzw. die zerstörte Sicherheit, die mit dieser Erfahrung einhergehen können, kann das Nervensystem in einen Zustand von Dauerstress und Überlebenskampf versetzen. Einen sicheren Raum zu kreieren, um Vertrauen und Ruhe einkehren zu lassen, ist Teil des Coachings.
Fragen zu diesem Schwerpunkt
Nein. Im Coaching entscheiden Sie selbst, was Sie teilen möchten. Gerade deshalb verwende ich gerne Bilder oder Szenen aus Märchen oder ähnlichen Texten. Hierbei kann indirekt über die Themen gesprochen werden, die Sie betreffen. Sie entscheiden, was Sie mir anvertrauen möchten. Oftmals sind die Themen mit solch heftigen Gefühlen besetzt, dass zu Beginn nur Andeutungen oder metaphorisches Mitteilen möglich sind.
Nein. Nicht ohne Grund werden schlimme Erfahrungen als Schutzmechanismus abgespalten. Es gibt sanfte Wege und Methoden, die diese Erfahrungen verarbeiten können, ohne die heftigen Gefühle wieder erleben zu müssen. Die Dissoziation wird dabei nicht gewaltsam aufgebrochen, sondern die Erfahrung wird in einen anderen Kontext gebracht, sodass die Notwendigkeit der Abspaltung erübrigt wird.
Ja. Belastende Erfahrungen können auch lange nachwirken. Gerade bei traumatischen Erlebnissen kann Gefühl oder Erinnerung zum Schutz abgespalten sein. Manchmal kann es sein, dass etwas in Ihr Bewusstsein und Ihre Erinnerung zurückkehrt, sobald Sie dafür bereit sind. Das erklärt auch, weshalb manchmal erst nach Jahren ein Thema ins Licht gerückt wird, das bisher nur im Schatten schlummerte. Das Coaching begegnet Ihnen dort, wo Sie gerade stehen, und kann dabei helfen, Ressourcen und Stabilität zu stärken oder Themen zu verarbeiten, wenn Sie innerlich und äußerlich dafür bereit sind.
Das kann möglich sein. Manchmal kann es zu einer ergänzenderen und umfassenderen Begleitung führen. Am wichtigsten ist jedoch, dass Sie sich bei den jeweiligen Begleitern gut aufgehoben und grenzwahrend behandelt fühlen. Ihr Bauchgefühl kann Ihnen hierbei ein guter Kompass sein. Vorsicht ist jedoch geboten, die Verarbeitung in solchen Häppchen anzugehen, dass sie auch verdaut werden kann und Sie durch Ihre Größe und Schwere nicht in die Tiefe gerissen werden. Obwohl es Momente geben kann, an denen man sich wünscht, die Themen längst verarbeitet zu haben, ist ein langsamerer und behutsamerer Prozess gesünder und nachhaltiger, anstatt zu versuchen, die Themen in einem rasanten Tempo abzulaufen.
Wenn Sie diese Worte ansprechen, melden Sie sich gerne bei mir.
Ich freue mich darauf, Sie kennenzulernen.